Arbeitsansatz
Für die Arbeit auf der Gasse beschäftigt der Verein ein Team von 3 GassenarbeiterInnen mit total ca. 160 Stellenprozenten. Team und Vorstand werden in Ihrer Arbeit von einem Fachausschuss (ein Jurist, eine Sozialarbeiterin) unterstützt.
Präsenz
GassenarbeiterInnen bewegen sich direkt in den Szenen. Sie stehen als Gesprächs- und AnsprechpartnerInnen zur Verfügung. Sie bieten ihre Hilfe bedingungslos, unbürokratisch und behördenunabhängig an. Durch das Teilhaben am Alltag der Menschen auf der Gasse lernen die GassenarbeiterInnen die Menschen kennen und nehmen deren Bedürfnisse wahr – sie nehmen Partei für ihre KlientInnen und sind oft eine erste/letzte Verbindung zur „anderen“ Gesellschaft. Die GassenarbeiterInnen leisten neben und während ihrer Präsenz auf der Gasse auch:
- Einzelhilfe, besonders auch menschliche Unterstützung
- Geschlechtsspezifische Arbeit
- Vernetzungsarbeit mit verschiedenen Institutionen
Information und Beratung
GassenarbeiterInnen stehen dank ihrer Präsenz auf der Gasse und ihres Fachwissens direkt und unkompliziert als Informations- und Beratungsstelle zur Verfügung – dabei kann es sich sowohl um ein- oder mehrmalige Beratungen als auch um Weitervermittlung zu entspr. Beratungsstellen und Institutionen handeln. Auf der Basis der eigenen Erfahrung und der fachlichen Vernetzung in Bern können die GassenarbeiterInnen bezüglich Wohnen, Finanzen, Prävention, Beratungsstellen, Entzugs- und Therapieplätze usw. Unterstützung und Begleitung anbieten.
Unterstützung von Selbstorganisation und Projekten
GassenarbeiterInnen fördern die Selbstorganisation der Betroffenen. Sie spielen dabei grundsätzlich eine unterstützende Rolle. Bei der Initiierung von Projekten, die nicht vor allem von Betroffenen getragen werden, wird darauf geachtet, dass möglichst viele verschiedene Beteiligte soziale und sachliche Verantwortungen übernehmen. Alle Projekte müssen in ihrem Konzept geschlechtsspezifischen Kriterien standhalten.
In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen erarbeiten die GassenarbeiterInnen Konzepte und wirken bei der Realisierung mit. Mögliche Zielgruppen für Projekte sind: Jugendcliquen, Stricher, Prostituierte, Obdachlose, DrogengebraucherInnen usw.